Zwischen PCR-Test und Pastis

Dienstag, 10. August 2021 | 

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Rückblick auf ein Studienjahr in Lyon unter Corona-Bedingungen

Von Ragna Heynowski, Master IKS

Wir IKSlerinnen hatten uns alle auf das Jahr in Lyon gefreut – unser letztes Studienjahr. Noch einmal Baden im Opfinger See, Abschied nehmen von Freunden und Familie und dann gings auch schon los, auf ins schöne Lyon.

Doch die Anfangsmotivation war leider von kurzer Dauer: Nach 6 aufregenden Wochen an der Uni kam bereits Ende Oktober die nächste Ausgangssperre. Die meisten der IKSlerinnen beschlossen zu ihren Familien zu fahren und dort auf eine Besserung der Lage zu warten. Ich fuhr auch. In der Zeit zu Hause hatte ich vor allen Dingen mit den Folgesymptomen meiner Corona-Infektion zu kämpfen, die mich über 2 Monate ans Bett fesselten. Einige IKS-Kolleginnen waren ebenfalls von der Krankheit betroffen. Der Jahreswechsel verlief unaufgeregt. Ende Januar bin ich zurück nach Frankreich gefahren und habe versucht nach 3 Monaten in Deutschland in Lyon wieder Fuß zu fassen. Durch den ständigen Online-Unterricht hatten die meisten IKSlerinnen die Stadt verlassen, meine Kommiliton*innen aus der Soziologie kannte ich nur vom Sehen und durch die Corona-Maßnahmen war es unmöglich andere Leute kennen zu lernen. Glücklicherweise wohnte ich in einer WG mit 3 anderen Austauschstudierenden zusammen. Winter und Frühling waren durch die nächtliche Ausgangssperre ab 18 Uhr (ab Ende März dann 19 Uhr) von langen (feucht-fröhlichen) Abenden zu Hause in unserer 4er-WG geprägt. Ich bin sehr froh, dass ich in dieser Zeit nicht alleine gewohnt habe, denn die ständige häusliche Isolation (durch Ausgangssperre und Online-Unterricht) war für mich eine psychische Belastung. Hinzu kamen Komplikationen bei der Umsetzung meiner empirischen Untersuchung für die Masterarbeit, die ebenfalls den Corona-Bedingungen geschuldet war. Doch irgendwann ging diese Phase der Einschränkungen vorüber. Die Ausgangssperre wurde weiter weiter gelockert und am 20. Juni 2021 vollständig aufgehoben. Bars, Cafés, Restaurants, Museen, Kinos, Schwimmbäder, etc. durften endlich wieder öffnen und Lyon lebte das erste Mal seit wir dort waren auf. Eine unbändige Euphorie und Erleichterung machte sich in der ganzen Stadt breit.BlogLyonBild2In diesen letzten 8 Wochen habe ich Lyon wirklich kennen und lieben gelernt: ein Plausch mit dem Käsehändler auf dem Marché sur les Quais, Open Air Kino vor dem Institut Lumière, Boule-Spielen mit einem schönen Pastis, Salsa Tanz am Rhône-Ufer, Sommergefühl am See von Miribel Jonage oder eine Wanderung im Nationalpark Vercors.

Die Monate der Tristesse waren vergessen und ich hatte auch endlich das Material zusammen für die Fertigstellung meiner Masterarbeit. Die heiße Schreibphase war natürlich noch einmal intensiv und anstrengend und hat mich sehr viele Nerven gekostet. Aber irgendwann war auch hier Licht am Ende des Tunnels zu sehen und ich konnte die Masterarbeit im August abgeben.

Mein nächster Weg führt mich nach Dijon, wo ich ab 1. September am Haus Rheinland-Pfalz die „Arbeit beim Partner“ -Stelle (OFAJ-Programm) belege. Alles in allem war das Jahr in Lyon durchzogen von Tiefphasen, aber auch geprägt von vielen schönen Momenten, die ich nie vergessen werde. Ich bin froh, dass ich die Möglichkeit hatte, diese charmante Stadt kennen zu lernen (besonders im Sommer ist sie einfach umwerfend) und verlasse Lyon mit Wehmut. Die Erfahrung eines Auslandstudiums unter Corona-Bedingungen habe ich allerdings als extrem herausfordernd empfunden und möchte sie auf keinen Fall wiederholen.BlogLyonBild3

 

 

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Jeanne d’Arc – Nationalheldin der vielen Interpretationen

Montag, 17. August 2020 | 

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Als französische Nationalheilige ist Jeanne d’Arc heute überall bekannt. Ihre wahre Geschichte ist mehr als gut dokumentiert und trotzdem hat sie über die Jahrhunderte viel Spielraum für neue Interpretationen gelassen. Zuletzt hat besonders die rechtspopulistische Partei „Rassemblement National“ die Jungfrau von Orléans für sich beansprucht.

Maike Daub, Studentin im Masterstudiengang „Deutsch-französische Journalistik“, hat im Dossier „Nationalhelden – Mythos und Missbrauch“ der Zeitschrift „OST-WEST. Europäische Perspektiven“ (OWEP) einen Artikel veröffentlicht zum Thema „Jeanne d’Arc – Nationalheldin der vielen Interpretationen“. Die Ausgabe OWEP 3/2020 und der Artikel von Maike Daub sind hier einsehbar:

OWEP_2020_3_Inhaltsverzeichnis+Artikel_Daub

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Von wegen Taxifahrer – warum nicht einfach zu ARTE, zur Bechtle AG oder zur EU?

Freitag, 10. Mai 2019 | 

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FZ-Absolvent der ersten Stunde Dr. Ulrich Jochheim

 

Alle Studierenden kennen sie. Sie taucht bei einem nachmittäglichen Plausch mit der Großmutter auf, bei dem nächsten runden Geburtstag oder beim Mittagessen in der Mensa. „Interkulturelle Studien, aha, aber was macht man dann damit?“ Ist man mit seinen Studien schon fortgeschritten, lässt sich die Frage auch nicht mehr mit dem Verweis auf einen Master lösen. Doch die Relevanz dieser Nachfrage lässt sich trotz ihres anstrengenden Charakters auch nicht leugnen. Um den Masterstudierenden des Frankreich-Zentrums bei der Beantwortung dieser Frage zu helfen sowie Inspiration und Anregung für ihren eigenen beruflichen Werdegang zu geben, fand am Samstag, den 04.05. wieder das jährliche Berufsorientierungsseminar des FZ statt. weiter…

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Ausflug nach Strasbourg zum EU-Parlament und Europarat

Montag, 18. Februar 2019 | 

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Am 25.01.2019 stand für die Studierenden des Masterstudiengangs Internationale Wirtschaftsbeziehungen der alljährliche Ausflug nach Strasbourg an. Bereits seit einigen Jahren ist dieser Ausflug Teil des Seminars Europarecht, in dem wir uns in den Wochen vor Weihnachten mit dem Aufbau, den Funktionen und dem Zusammenwirken der einzelnen EU-Institutionen auseinandersetzten. weiter…

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Ungersheim

Mittwoch, 8. Februar 2017 | 

Ungersheim - Beitragsbild

UNGERSHEIM

Von Océane Labalette, Wyloen Munhoz-Boillot, Thomas Porcheron & Léa Schneider 

(DFJ 2016/2017)

Dieses elsässische Dorf von 2.200 Einwohner hat 2008 beschlossen, einen ökologischen Wandlungsprozess umzusetzen. Es geht darum, auf der lokalen Ebene, gegen die Klimaerwärmung zu kämpfen. Deshalb hat der Bürgermeister Jean-Claude Mensch „21 Maßnahmen für das 21. Jahrhundert“ vorgeschlagen und umgesetzt: Energiewende, bio – und lokale Landwirtschaft, Regiogeld, partizipative Demokratie, usw. Innerhalb von neun Jahren wurde viel unternommen und erreicht. Eine Solarpanelanlage versorgt zehntausend Einwohner mit Strom, außer den Bedarf für Heizung. Durch verschiedene Kommissionen sind die Bürger in den Entscheidungen einbezogen. 50% der Nahrung in der Mensa kommt aus der dortigen biologischen Landwirtschaft. Laut dem Bürgermeister habe die Wende etwa hundert Arbeitsplätze geschaffen. Außerdem hat die Journalistin Marie-Monique Robin einen Film über Ungersheim gedreht. Aber hat dieser Wandlungsprozess tatsächlich die lokale Wirtschaft verändert? Eine Reportage.

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Schwarzer Peter

Mittwoch, 8. Februar 2017 | 

Gambische Flüchtlinge haben in Freiburg nicht den besten Ruf, doch die politische und gesellschaftliche Situation des kleinen afrikanischen Landes kennt kaum jemand. Amadou und Moussa erlebten Unterdrückung, Folter und Ausbeutung am eigenen Leib. Hinter ihnen liegt eine traumatisierende Flucht, vor ihnen eine ungewisse Zukunft – in Deutschland und in Gambia.

Von Clara Surges & Robert Handrack (DFJ 2016/2017)

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Mamaíta, schwing dein Tanzbein

Dienstag, 7. Februar 2017 | 

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Wenn lange und kurze Beine über den Boden wirbeln, ist wieder Zeit für den wöchentlichen Salsakurs von Luisa Epp. Ein wichtiges Accessoire sollte man aber nicht vergessen: das eigene Baby.

Von Anna-Maria Deutschmann und Sabrina Grether (DFJ, 2016/17)

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FREIeBÜRGER braucht die Stadt – über die Freiburger Straßenzeitung

Dienstag, 7. Februar 2017 | 

Karsten ist Verkäufersprecher in der Straßenzeitung FREIeBÜRGER.

Print ist in der Krise. Zeitungen landauf, landab kämpfen gegen sinkende Auflagen. Um das Überleben zu sichern, wird kräftig Personal abgebaut. Anders beim FREIeBÜRGER: bei Freiburgs unabhängiger Straßenzeitung stehen seit Gründung 1998 die Mitarbeiter im Mittelpunkt.

Von: Franziska Gromann, Clarissa Herrmann, Paula Kersten, Ferdinand Moeck (DFJ 2016/2017)

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Quidditch in Freiburg: Es ist ihnen ernst

Dienstag, 15. Dezember 2015 | 

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Die Black Forest Bowtruckles haben Quidditch in Freiburg als Sport etabliert. Wenn nächsten Sommer die erste Quidditch-Weltmeisterschaft in Frankfurt stattfindet, wird die deutsche Nationalmannschaft vom Freiburger Adrian Schleeh angeführt. Anlass genug für unsere Autoren, sich im Stile Harry Potters selbst auf den Besen zu schwingen.

Von Peter Eßer, Nina Gottloeber, Jakob Groth (Deutsch-Französische Journalistik 2015/16)

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Nachts, wenn Freiburgs Heinzelmännchen schuften

Dienstag, 15. Dezember 2015 | 

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Jeden Morgen finden Zeitung, Brötchen und Müll ihren Platz – selbstverständlich und wie von Geisterhand. Wer ist da so fleißig am Werk, während wir schlafen? Eine nächtliche Fahrt mit den Heinzelmännchen der Stadt.

Von Anna Manceron, Julia Gnann und Philine Sauvageot (Deutsch-Französische Journalistik 2015/16)

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