Ausflug nach Strasbourg zum EU-Parlament und Europarat

Montag, 18. Februar 2019 | 

2019 02 Bild Europaparlament

 

Am 25.01.2019 stand für die Studierenden des Masterstudiengangs Internationale Wirtschaftsbeziehungen der alljährliche Ausflug nach Strasbourg an. Bereits seit einigen Jahren ist dieser Ausflug Teil des Seminars Europarecht, in dem wir uns in den Wochen vor Weihnachten mit dem Aufbau, den Funktionen und dem Zusammenwirken der einzelnen EU-Institutionen auseinandersetzten. Das Frankreich-Zentrum organisierte einen Bus und so ging die Fahrt in unser Nachbarland um kurz nach 8 Uhr los.

Am Vormittag wurden wir zunächst im EU-Parlament empfangen, wo wir nach einem Kurzfilm in einem 360-Grad-Kino vor allem den Plenarsaal besichtigen konnten. Eine Mitarbeiterin des Parlaments klärte uns über die Arbeitsweise auf und erläuterte uns, wie sich die Zusammenarbeit mit dem 2. Sitz des EU-Parlaments in Brüssel darstellt. Das meiste hatten wir zwar schon im Kurs gelernt, trotzdem war es natürlich ganz interessant, das alles einmal „live“ zu sehen, auch wenn in der Woche unserer Besichtigung leider nicht getagt wurde. Nach dem obligatorischen Fotostopp auf der bekannten Bühne mit den Flaggen der 28 EU-Länder im Hintergrund bekamen wir eine Audienz mit einer der Mitarbeiterinnen eines Abgeordneten. Während einer knapp 30-minütigen Fragerunde wurden u.a. auch Themen wie die Zukunft der EU im Hinblick auf den Brexit oder Korruption unter den Abgeordneten angesprochen. Zwar wurden die Fragen nicht immer direkt beantwortet und teils auch nur oberflächlich analysiert, aber relativ interessant war es dennoch.

Im Anschluss genossen wir dann erst einmal unsere Mittagspause. Bei einem Abstecher nach Frankreich darf ein wenig Kulinarik natürlich nicht fehlen und daher hatte unsere Kurssprecherin vorab ein kleines Restaurant ausgemacht, wo wir letztlich fast zwei Stunden speisten. Einen Verdauungsspaziergang hinterher gab es ebenfalls, da der Busfahrer in der Mittagspause seltsamerweise verschwunden war und wir so den Weg zum Europarat, wo wir gegen 14 Uhr empfangen wurden, zu Fuß zurücklegen mussten. Dort angekommen gab es erst einmal eine kleine Einführung: Der Europarat ist kein Organ der EU, auch Länder wie die Schweiz, Island, Russland oder die Türkei sind auch dort Mitglied. Soweit nichts Unbekanntes, auch den Europarat hatten wir im Rahmen unseres Seminars hinreichend behandelt. Interessanter wurde es dann schon, als ein Abgeordneter aus Freiburg uns von seinem Werdegang und der täglichen Arbeit im Europarat erzählte. Auch hier gab es im Anschluss eine kleine Diskussion, die jene aus dem Parlament qualitativ auf jeden Fall überbot. Da sich jedoch bei vielen nach den großen Portionen des Mittagessens und dem langen Tag langsam Müdigkeit breitmachte, waren wir trotzdem ein wenig erleichtert, dass der sympathische Abgeordnete nur begrenzt für uns Zeit hatte und die Audienz um 16 Uhr schließen musste. Noch erleichterter waren wir dann, als wir vor dem Europarat unseren Bus wieder erblickten und so fuhren wir glücklich zurück nach Freiburg.

Alles in allem ein sehr gelungener Ausflug, der auf jeden Fall eine gute Ergänzung zur Theorie des Seminars darstellte. Ich bedanke mich im Namen des Kurses beim Frankreich-Zentrum und dem Förderverein zur Ermöglichung des Ausflugs und natürlich bei Adrian Eppel, unserem Dozenten, der uns den ganzen Tag begleitete und stets ein offenes Ohr für Fragen hatte.

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