„Et plus si affinités“. Mit einem Festvortrag von Hélène Miard-Delacroix feierte das Frankreichzentrum der Universität des Saarlandes sein 25jähriges Bestehen

Montag, 11. Oktober 2021 | 

Luftballons

Dass eine ganze Menge spannender Forschung, Lehre und Veranstaltungen aus der deutsch-französischen Perspektive und der Affinität zum jeweils anderen hervorgehen kann, davon zeugten die vielen deutschen und französischen Gäste, die sich als langjährige Weggefährt:innen ebenso wie als neu gewonnene Kooperationspartner:innen des dortigen Frankreichzentrums am 6./7. Oktober in der Aula der Universität des Saarlands eingefunden hatten, um gemeinsam zu feiern. Anlässlich des Jubiläums fand ein Treffen der Frankreich- und Frankophoniezentren in Deutschland statt, in dessen Rahmen auch die Jubiläumsfeier ausgerichtet wurde.

25 Jahre FZ Saarbrücken

Die beiden Geschäftsführerinnen des Freiburger Frankreich-Zentrums, Dr. Marie-Therese-Mäder und Dr. Barbara Schmitz, sowie der Vorstandsvorsitzende, Prof. Dr. Daniel Jacob, waren der Einladung nach Saarbrücken gefolgt und vertraten das Zentrum vor Ort.

Am Eröffnungstag präsentierten sich zunächst die neun Institutionen, die sich jüngst auch zum „Netzwerk der universitären Frankreich- und Frankophoniezentren in Deutschland“ zusammengeschlossen hatten, um dessen endgültiges Statut es am Ausklang der Tagung noch gehen würde. Daniel Jacob trug in einem anschließenden Impulsvortrag gemeinsam mit Carole Reimeringer von der Deutsch-Französischen Hochschule in Saarbrücken einige Überlegungen zum „innovatorischen Potential deutsch-französischer Studiengänge“ vor.

Hélène_Miard-Delacroix© Hélène Miard-Delacroix

Hélène Miard-Delacroix von der Sorbonne Université betrachtete hingegen in ihrem abendlichen Festvortrag den Stand des deutsch-französischen Verhältnisses aus zeithistorischer Perspektive. Der Blick auf die Geschichte der zwei Nachbarn in Europa lässt für sie Dynamiken erkennen, aus denen man heute für die Gegenwart und für eine gemeinsam zu gestaltende Zukunft lernen kann – „et plus si affinités“.

Für die musikalische Begleitung des Abends sorgten der Gitarrist Ro Gebhardt und die Sängerin Jeannette Curta, die dem Publikum zwischen den Programmpunkten einen gut gelaunten Musik-Mix aus Jazz, Pop, Blues und Brasil darboten.

Der Saarländische Rundfunk hat in einem kurzen Fernsehbeitrag über den Festakt berichtet

SR Beitrag

Am zweiten Veranstaltungstag präsentierten weitere Impulsvorträge die verschiedenen Arbeits- und Forschungsfelder der Zentren und regten zu einem lebhaften Austausch unter den Gästen an. Matthias Middell vom Frankreichzentrum Leipzig sprach über „Aktuelle Tendenzen der Frankreichforschung“, Michael Bernsen vom Centre Ernst Robert Curtius Bonn beleuchtete „Europäische Kulturen aus deutscher und französischer Perspektive“ und Véronique Porra vom Zentrum für Frankreich- und Frankophoniestudien in Mainz widmete sich dem Thema „Études françaises et francophonie extra-européenne“.

Mit der abschließenden Mitgliederversammlung des Netzwerks endeten für die Akteure des Deutsch-Französischen zwei ausgefüllte und sehr bereichernde Tage. Merci und noch einmal „bon anniversaire“ an unsere Kolleg:innen in Saarbrücken!

Ein Beitrag von Barbara Schmitz

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Sommeruniversität 2021: „La France plurielle. Les régions françaises en leur diversité“

Freitag, 24. September 2021 | 

L’équipe organisatrice se sera rongé les ongles jusqu’au bout – mais l’Université d’été française du Frankreich-Zentrum a finalement bel et bien pu avoir lieu, en présentiel, la semaine du 6 au 10 septembre de cette année, après une année de pause forcée due au covid. Le sujet choisi pour ces retrouvailles était « La France plurielle. Les régions françaises en leur diversité » ; après un tour du monde, il y a deux ans, autour de la francophonie, il s’agissait de voir combien la France elle-même offre une grande variété de traditions, de langues, de terroirs.

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Le covid n’a pas été totalement absent des festivités : par sa faute, l’Université d’été a dû exceptionnellement commencer directement dans les salles de cours, sans la traditionnelle allocution d’ouverture du lundi matin, et – surtout – s’achever sans la cérémonie de clôture du vendredi après-midi, lors de laquelle participant.e.s et équipe organisatrice se retrouvent d’habitude, quelque peu fatigué.e.s mais heureux.ses après une intense semaine, autour d’un verre et de petits fours. Cela n’a néanmoins pas gâché l’ambiance, d’autant plus que le dicton selon lequel il fait toujours beau la semaine de l’Université d’été n’a cette année de nouveau pas été pris en défaut : nous avons eu toute la semaine une Université d’été… Deux nouveaux formats sont venus compléter les habituels cours du matin et ateliers de l’après-midi : un pub-quiz autour des régions françaises le lundi soir, au restaurant Schützen, ainsi qu’un cours de cuisine française mené par la cuisinière provençale Bérangère Pouchin, qui a expliqué à un public très attentif, lors d’une soirée d’une tiédeur proprement méridionale, tous les secrets de la socca niçoise et de la ratatouille marseillaise.

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Tout ne fut pas que détente, néanmoins : les très instructives conférences ont, pour l’une, mis en évidence la richesse des langues régionales françaises, pour l’autre, fait apparaître les évolutions des paysages français au cours des décennies, ou encore posé la question de l’existence réelle de spécialités culinaires régionales en France. Car pour le dire d’un mot : tout n’est pas de Bourgogne dans le bœuf bourguignon – et c’est une litote…

Un autre point d’orgue de la semaine fut certainement la belle conférence de la journaliste de France Musique Aliette de Laleu sur « Le matrimoine musical des régions de France », qui s’est tenue au Centre Culturel Français Freiburg, le traditionnel partenaire du Frankreich-Zentrum pour l’Université d’été. Elle a montré combien la gente masculine des critiques musicaux s’est évertuée, depuis des décennies, voire des siècles, à passer presque systématiquement sous silence les compositrices et artistes féminines, de manière à conserver la traditionnelle répartition des rôles dans ce domaine : aux hommes, celui du génie, aux femmes, celui des muses. Le public, à plus de 95% féminin, en est ressorti quelque peu secoué ; mais les nombreux extraits musicaux, très originaux, ont, espérons-le, contribué quelque peu à faire passer la pilule…

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Si le sujet de l’an prochain n’a pas encore été arrêté, au moins certain.e.s participant.e.s ont d’ores et déjà pris rendez-vous avec l’équipe organisatrice ainsi qu’avec certain.e.s autres participant.e.s pour septembre 2022 ; à l’an prochain, donc !

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Zwischen PCR-Test und Pastis

Dienstag, 10. August 2021 | 

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Rückblick auf ein Studienjahr in Lyon unter Corona-Bedingungen

Von Ragna Heynowski, Master IKS

Wir IKSlerinnen hatten uns alle auf das Jahr in Lyon gefreut – unser letztes Studienjahr. Noch einmal Baden im Opfinger See, Abschied nehmen von Freunden und Familie und dann gings auch schon los, auf ins schöne Lyon.

Doch die Anfangsmotivation war leider von kurzer Dauer: Nach 6 aufregenden Wochen an der Uni kam bereits Ende Oktober die nächste Ausgangssperre. Die meisten der IKSlerinnen beschlossen zu ihren Familien zu fahren und dort auf eine Besserung der Lage zu warten. Ich fuhr auch. In der Zeit zu Hause hatte ich vor allen Dingen mit den Folgesymptomen meiner Corona-Infektion zu kämpfen, die mich über 2 Monate ans Bett fesselten. Einige IKS-Kolleginnen waren ebenfalls von der Krankheit betroffen. Der Jahreswechsel verlief unaufgeregt. Ende Januar bin ich zurück nach Frankreich gefahren und habe versucht nach 3 Monaten in Deutschland in Lyon wieder Fuß zu fassen. Durch den ständigen Online-Unterricht hatten die meisten IKSlerinnen die Stadt verlassen, meine Kommiliton*innen aus der Soziologie kannte ich nur vom Sehen und durch die Corona-Maßnahmen war es unmöglich andere Leute kennen zu lernen. Glücklicherweise wohnte ich in einer WG mit 3 anderen Austauschstudierenden zusammen. Winter und Frühling waren durch die nächtliche Ausgangssperre ab 18 Uhr (ab Ende März dann 19 Uhr) von langen (feucht-fröhlichen) Abenden zu Hause in unserer 4er-WG geprägt. Ich bin sehr froh, dass ich in dieser Zeit nicht alleine gewohnt habe, denn die ständige häusliche Isolation (durch Ausgangssperre und Online-Unterricht) war für mich eine psychische Belastung. Hinzu kamen Komplikationen bei der Umsetzung meiner empirischen Untersuchung für die Masterarbeit, die ebenfalls den Corona-Bedingungen geschuldet war. Doch irgendwann ging diese Phase der Einschränkungen vorüber. Die Ausgangssperre wurde weiter weiter gelockert und am 20. Juni 2021 vollständig aufgehoben. Bars, Cafés, Restaurants, Museen, Kinos, Schwimmbäder, etc. durften endlich wieder öffnen und Lyon lebte das erste Mal seit wir dort waren auf. Eine unbändige Euphorie und Erleichterung machte sich in der ganzen Stadt breit.BlogLyonBild2In diesen letzten 8 Wochen habe ich Lyon wirklich kennen und lieben gelernt: ein Plausch mit dem Käsehändler auf dem Marché sur les Quais, Open Air Kino vor dem Institut Lumière, Boule-Spielen mit einem schönen Pastis, Salsa Tanz am Rhône-Ufer, Sommergefühl am See von Miribel Jonage oder eine Wanderung im Nationalpark Vercors.

Die Monate der Tristesse waren vergessen und ich hatte auch endlich das Material zusammen für die Fertigstellung meiner Masterarbeit. Die heiße Schreibphase war natürlich noch einmal intensiv und anstrengend und hat mich sehr viele Nerven gekostet. Aber irgendwann war auch hier Licht am Ende des Tunnels zu sehen und ich konnte die Masterarbeit im August abgeben.

Mein nächster Weg führt mich nach Dijon, wo ich ab 1. September am Haus Rheinland-Pfalz die „Arbeit beim Partner“ -Stelle (OFAJ-Programm) belege. Alles in allem war das Jahr in Lyon durchzogen von Tiefphasen, aber auch geprägt von vielen schönen Momenten, die ich nie vergessen werde. Ich bin froh, dass ich die Möglichkeit hatte, diese charmante Stadt kennen zu lernen (besonders im Sommer ist sie einfach umwerfend) und verlasse Lyon mit Wehmut. Die Erfahrung eines Auslandstudiums unter Corona-Bedingungen habe ich allerdings als extrem herausfordernd empfunden und möchte sie auf keinen Fall wiederholen.BlogLyonBild3

 

 

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Von Erbfeinden zu guten Nachbarn

Montag, 14. Juni 2021 | 

Am 6. Mai 2021 fand an der Katholischen Akademie der Erzdiözese Freiburg eine Tagung statt, die den Titel trug „Von Erbfeinden zu guten Nachbarn. Die deutsch-französischen Beziehungen, 150 Jahre nach Beendigung des Krieges 1870/71“. Die Katholische Akademie hatte gemeinsam mit dem Frankreich-Zentrum, dem Historischen Seminar, dem Centre Culturel Français Freiburg und dem Literaturhaus Freiburg eingeladen, ausgehend von diesem historischen Ereignis über die gegenwärtigen nachbarschaftlichen Beziehungen nachzudenken.

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Eingeleitet wurde die Tagung mit einigen Überlegungen und Beispielen zur deutsch-französischen Erinnerungskultur, die Prof. Dr. Tobias Arand, der in Ludwigsburg Geschichte und deren Didaktik unterrichtet, den zahlreich zugeschalteten Zuhörern präsentierte. In seinem Vortrag mit dem Titel „Die Völker haben ein langes Gedächtnis. Die deutsch-französischen Kriege und die Überwindung der Erbfeindschaft“ schlug er den Bogen von der Erbauungsliteratur des Dr. Karl Wild, der 1917 mit seiner Schrift „für die im Schützengraben und die daheim“ daran erinnern wollte, „wie die Franzosen vor 200 Jahren in Heidelberg und in der Pfalz hausten“ bis hin zu kriegsaffirmativer Erinnerung in deutschen Straßennamen, die bis heute in vielen Städten erhalten sind.

Im anschließenden Gespräch von Prof. Dr. Hélène Miard-Delacroix (Geschichte, Sorbonne Paris) und Prof. Dr. Andreas Wirsching (Neuere Geschichte, LMU München), das von Prof. Dr. Jörn Leonhard (Neuere und Neueste Geschichte, Freiburg) moderiert wurde, gab das titelgebende Buch „Von Erbfeinden zu guten Nachbarn“ (Reclam Verlag, Stuttgart 2019) den Parcours vor: Die Frage, wann die Geschichte der Erbfeindschaft beginnt, erforderte zunächst einen Blick auf die unterschiedliche Staatsbildung im Frankreich und Deutschland des 19. Jahrhunderts. In Frankreich stärkte die Französische Revolution das nationalstaatliche Konstrukt, in Deutschland erfolgte die Bildung einer Nation stark in Abgrenzung gegen andere, insbesondere gegen Frankreich. Die drei tiefgreifenden Nachkriegssituationen von 1870, 1918 und 1945 wurden im weiteren Gesprächsverlauf in ihrer jeweiligen Bedeutung für die beiden Nationen analysiert, bevor sich die abschließende Frage stellte, was denn die Aussöhnung im Elysée-Vertrag von 1963 ermöglicht habe. Hélène Miard-Delacroix sieht den Grund hier in einem bewussten Setzen auf gute Emotionen, die auf einer gemeinsamen Erfahrung von Leid beruht. Jörn Leonhard erinnert aber auch daran, dass Peter Sloterdijk vor einigen Jahren (nämlich bei seiner Eröffnungsrede zu den Deutsch-Französischen Kulturgesprächen 2007) bereits angemerkt habe, die Ereignisse der 60er Jahre könnten keine Hülle für heutige politische Entwicklungen sein. Wie also ist es heute um die nachbarschaftlichen Beziehungen bestellt?

Zur Erörterung und Veranschaulichung dieser Frage waren in einer abschließenden Runde Vertreter und Vertreterinnen verschiedener deutsch-französischer Einrichtungen eingeladen, die mit den Podiumsgästen ins Gespräch kamen. Florence Dancoisne (Direktorin des Centre Culturel Français Freiburg), Prof. Dr. Daniel Jacob (Vorsitzender des Vorstands des Frankreich-Zentrums der Universität Freiburg) und Johannes Remmer (Direktor des Deutsch-Französischen Gymnasiums, Freiburg) konnten dabei zeigen, in welchem Maß das einst national, durch Abgrenzung oder aber Bewunderung, aber doch mit  Blick auf die Kraft der großen Kollektive geprägte Interesse am Nachbarn heute eher in einem Begriff von Internationalität aufgeht, der ein stärker individuelles Interesse am Nachbarn mit sich bringt und oft sogar schlicht einer gewissen Nüchternheit bei der Bewältigung praktischer Aufgaben gewichen ist. Es sind „gute Nachbarn“, die im europäischen Gesamtkontext zusammenarbeiten, nicht immer ohne Spannungen, aber mit hoher gegenseitiger Wertschätzung.

Ein verkürzter Mitschnitt der Tagung findet sich als Hörfassung unter folgendem Link:
https://www.youtube.com/watch?v=TFD_gebBD0k

Ein Beitrag von Barbara Schmitz

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Journée d’études franco-allemande Freiburg-Lyon

Montag, 3. Mai 2021 | 

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Nachdem der für 2020 geplante Studientag in Lyon coronabedingt abgesagt werden musste und somit kein persönlicher Austausch zwischen den deutschen und französischen Studierenden des Masterstudiengangs „Interkulturelle Studien – Deutschland und Frankreich“ stattgefunden hat, wurde das diesjährige Treffen vom 12. bis 13. April 2021 online durchgeführt – zwar ein Kompromiss, aber eine gelungene Premiere! 

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Philippine Oisel, Studentin des Frankreich-Zentrums Freiburg, gewinnt den Preis: Le „Prix franceinfo du jeune reporter“

Montag, 26. April 2021 | 

Philippine Oisel studiert im vierten Semester den binationalen Studiengang „Deutsch-Französische-Journalistik / Journalisme franco-allemand“ an der Universität Freiburg und der Université de Strasbourg. Mit ihrer Reportage über die Folgen des Tragens einer Maske für die Entwicklung von Kleinkindern in Kindertagesstätten beeindruckte sie die Jury von „franceinfo“ und gewann dem Preis: Le „Prix franceinfo du jeune reporter“.IMG_0783

Die Reportage wurde für die Relevanz des Themas, den hervorragenden Aufbau und die Lebendigkeit des Berichts ausgezeichnet, der die Folgen des Maskentragens auf die Entwicklung der Jüngsten unserer Gesellschaft aufdeckt. Hören Sie die Reportage selbst: https://www.francetvinfo.fr/sante/maladie/coronavirus/apprentissage-culture-solidarite-une-semaine-avec-le-club-des-jeunes-reporters_4369231.html

Mit der Unterstützung des CEJ (La Conférence des écoles de journalisme) ermöglicht es „franceinfo“ jedes Jahr im März 40 Studierenden, eine kurze Reportage vorzubereiten und live im Radio einzusprechen. Den Abschluss dieses Projektes bildet die Preisvergabe. Mit dem Gewinn des Preises darf sich Philippine Oisel jetzt auf ein zweimonatiges Praktikum bei „franceinfo“ freuen, einem der meistgehörten Radiosender Frankreichs.

Alle MitarbeiterInnen des Frankreich-Zentrums beglückwünschen Philippine Oisel herzlich zu diesem außergewöhnlichen Erfolg.

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„Praktikum unter Coronabedingungen“

Mittwoch, 31. März 2021 | 

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Die Coronapandemie verändert vieles, insbesondere auch den Berufsalltag. Gerade dort, wo unsere Studierenden in ihren Berufspraktika einen ersten Einblick in die Berufswelt erhalten, interessante Fachrichtungen ausmachen, Kontakte knüpfen und praktische Fähigkeiten erwerben sollten. Deshalb haben wir sie gefragt: Wie war es, unter Coronabedingungen ein Praktikum zu absolvieren? Nesrine Kara-Terki, Charlotte Müller, Juline Brodbeck und Janet Ladwig berichten von Ihren Erfahrungen.

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Förderpreis des Fördervereins Frankreich-Zentrum

Donnerstag, 11. März 2021 | 

Wie jedes Jahr seit 2009 lobt der Förderverein des Frankreich-Zentrums den oder die jeweils Besten eines jeden Studiengangs mit einem Preisgeld in Höhe von 500€ aus.

In diesem Jahrgang 2020 haben insgesamt 9 Kandidat*innen die Bestnote erhalten.

Das Frankreich-Zentrum und der Förderverein gratulieren den Preisträger*innen ganz herzlich zu ihrer außerordentlichen Leistung.

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Ausgezeichnet!

Mittwoch, 17. Februar 2021 | 

Fiona Fischer und Tanja Braun, Studentinnen im zweiten Jahr des Studiengangs „Internationale Wirtschaftsbeziehungen“, werden mit je einer Auszeichnung der Deutsch-Französischen Hochschule für ihre in mehrfacher Hinsicht herausragenden Leistungen im Rahmen des Studiums gewürdigt.

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Alljährlich vergibt die Deutsch-Französische Hochschule (DFH) Exzellenzpreise und -stipendien an Studierende und Absolvent*innen   ihrer   bi-   und   trinationalen   Studiengänge, die ihr Studium mit herausragendem Erfolg abgeschlossen oder im Rahmen ihres bisherigen Studiums besondere Leistungsbereitschaft und Motivation gezeigt haben. Auch die besten Doktorarbeiten im deutsch- französischen Kontext werden in diesem Zusammenhang ausgezeichnet. Gleich zwei FZ-Studierende erhielten einen der begehrten Preise, die von grenzüberschreitend   tätigen Unternehmen und Institutionen aus beiden Ländern finanziert werden.

Die Preisverleihung fiel in diesem Jahr auf den 28. Januar, musste aber – wie so vieles – Corona-bedingt allerdings online stattfinden. Feierliche Stimmung kam dennoch auf, auch über den Bildschirm – nicht zuletzt dank der musikalischen Untermalung des Events durch das Ensemble „Queens Duo“.

Die Nachwuchsakademiker*innen, betonte Olivier Mentz, Präsident der DFH, würden nicht nur für ihre herausragenden Leistungen im universitären Kontext, sondern auch für die Stärke und Motivation ausgezeichnet, die sie angesichts der besonderen Herausforderung eines Studiums zwischen den Sprachen und Kulturen unter Beweis gestellt haben und unter Beweis stellten. Der Preis soll auch dazu dienen, den Student*innen und Absolvent*innen möglichst früh die Möglichkeit zu bieten, sich ein grenzüberschreitendes Netzwerk aufzubauen, den Kontakt zu international tätigen Institutionen und Wirtschaftsakteuren herzustellen. Ein Austausch, der, so Mentz, „für beide Seiten gewinnbringend ist“.

So ist es nicht verwunderlich, dass zwei Studentinnen des Studiengangs „Internationale Wirtschaftsbeziehungen“ des Frankreich-Zentrums in diesem Rahmen eine würdige Anerkennung für ihre außerordentliche (Studien-)Leistung erhalten haben:

Zu den Preisträgerinnen des mit 3000 Euro dotierten DFH-BNP-Paribas-Stipendiums gehört Fiona Fischer, die aktuell im zweiten Masterjahr IWB mit der Spezialisierung M2i in Straßburg studiert.

Einen der zwölf mit jeweils 1.500 Euro dotierten Exzellenzpreise erhielt Tanja Braun, die ebenfalls aktuell im zweiten Masterjahr IWB-M2i in Straßburg studiert. Sie wurde für ihren dem Masterstudium vorausgegangenen Bachelorabschluss im Studiengang „Internationales Logistik-Management“ (Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes, Saarbrücken / Université de Lorraine, Metz). Der Preis wird von der ASKO Europa-Stiftung gefördert.

Dass die Studierenden ihr Studium mit so großem Erfolg meistern, beweist einmal mehr, dass nicht nur das Frankreich-Zentrum in Bezug auf die Ausbildung künftiger Akteur*innen im interkulturellen Kontext erfolgreich ist, sondern dass es vor allem die Institutionen sind, die durch die Präsenz ihrer Student*innen und Absolvent*innen ausgezeichnet werden.  Herzlichen Glückwunsch an die beiden Preisträgerinnen!

Die Veranstaltung wurde aufgezeichnet, die Aufnahme ist abrufbar unter diesem Link:

https://www.youtube.com/watch?reload=9&v=EcGiJrxy294

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Kamera läuft – Alle auf Abstand!

Mittwoch, 9. Dezember 2020 | 

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Nachdem die Universität den Lehrbetrieb in Präsenz mit Beginn des „Lockdown light“ nach zu Anfang des Wintersemesters aufgekeimter Hoffnung wieder völlig eingestampft hatte, war damit die Aussicht auf so etwas wie „normales“ Unileben erneut ausnahmslos auf unbestimmte Zeit vertagt. Dank einer von Seiten des Rektorats ausgestellten Sondererlaubnis durften die Studierenden des FZ-Studiengangs Deutsch-Französische Journalistik sich dennoch für ein Seminar nicht nur im virtuellen, sondern im ganz realen Raum zusammenfinden – natürlich im Freien, natürlich auf Abstand.

Unterwegs sein, sich unter die Menge mischen, O-Töne einfangen, Nahaufnahmen im Namen der Schlagzeile – es sind diese Dinge, die das journalistische Handwerk nicht nur ausmachen, sondern die Arbeit von Journalist*innen maßgeblich bedingen. Auch wenn die Arbeit an Schreibtisch, an Telefon und Computer den Arbeitsalltag in den Redaktionen ebenso bestimmt, ist ohne die Basis der Recherche vor Ort eine ganze Zunft weitestgehend der Möglichkeit ihrer Berufsausübung beraubt.

Insbesondere Journalist*innen in Ausbildung, denen genau dieses Handwerkszeug ja gerade erst in die eigenen Hände gelegt werden soll, sind auf das Ausprobieren und das Scheitern, Wachsen und Weitermachen durch Erfahrung und den Austausch mit Mentor*innen in besonderem Maße angewiesen. Und auch, wenn vieles in der Theorie erklärt, in Gedanken oder digital simuliert werden kann, ist das arbeitspraktische Zusammenkommen insbesondere im Rahmen der Ausbildung der Nachwuchsjournalist*innen von Bedeutung. – Genau diese Argumente haben das Rektorat nach sorgfältigem Abwägen dazu bewogen, den Studierenden des Studiengangs DFJ die Möglichkeit zu geben, wenigstens einen Tag lang – natürlich unter strengsten Hygieneauflagen – gemeinsam die Arbeit hinter der Kamera auszuprobieren.

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In vier Kleingruppen trafen sich die 12 Studierenden des aktuellen Jahrgangs also am 24. November an verschiedenen Orten in der Stadt, um an ihren Kleinproduktionen zu arbeiten. Unterstützt wurden sie dabei vom dem Frankreich-Zentrum seit vielen Jahren verbundenen erfahrenen Journalisten Karsten Kurowski, der auch an anderen Punkten (beispielsweise in Interviewsituationen) mit Rat und Tat zur Seite stand. Die Teamarbeit und das Herauskommen aus den eigenen vier Wänden tat allen Studierenden sichtlich gut, wie ihre positiven Erfahrungsberichte bezeugen.

Dennoch ist unter den momentanen Ausnahmebedingungen vieles erschwert, die Produktionen lassen sich nicht innerhalb der jeweils zweieinhalb Stunden komplettieren, die jeder Gruppe zur Verfügung stehen. Auch mit dem gemeinsamen Drehtag stellen sich die Herausforderungen der Vor- und Nachbereitung, die in vielerlei Hinsicht im Augenblick besonders groß sind. Schon die Verfügbarkeit von unbedingt notwendigen Interviewpartner*innen ist offensichtlich eingeschränkt. Insbesondere beim Schneiden aber – jede*r, der / die sich daran schon einmal selbst versucht hat, dürfte wissen, dass es sich um keine ganz leichte Aufgabe handelt – stellte sich das Seminar, wie eine Studentin schildert, aufgrund der eingeschränkten Kommunikationswege teils sehr voraussetzungsreich und damit herausfordernd dar.  Eine Einführung in den Schnitt konnte aus bekannten Gründen nicht gegeben werden, weswegen jede*r vor allem sich selbst überlassen war. Auch die vermeintliche „Schreibtischarbeit“ der Journalist*innen, so zeigt sich hier, ist ohne praktische Unterstützung deutlich erschwert.  – „Wenn das zugehörige TV-Analyse-Seminar, das zur Vorbereitung angesetzt gewesen ist, auch in Präsenz hätte stattfinden können, hätte das einiges erleichtert“, so eine der Nachwuchsjournalist*innen.

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In schweren Zeiten aber nimmt man bekanntlich das, was man kriegen kann, auch wenn es mit erheblichen Erschwernissen einhergeht, an die man sich teils nur mit Mühe gewöhnt. Der Drehtag war, „obwohl wir zwischendurch sehr gefroren haben und irgendwann froh waren, dass wir nach Hause durften, wirklich motivierend und hat großen Spaß gemacht“, wie eine andere Studentin berichtet. Eine Ermutigung, die noch kommenden Härten durchzustehen, sich in vielem auf das Laboratorium am eigenen Schreibtisch beschränken zu müssen.

Das nächste Treffen in größerer Runde wird vielleicht frühestens im Februar des kommenden Jahres stattfinden können, bis dahin wird es wohl heißen, sich mit viel grauer Theorie herumzuschlagen. Gleichzeitig laufen die praxisorientierten Formate natürlich trotzdem weiter: Der kreative Umgang mit den Möglichkeiten der Online-Veranstaltungen (insbesondere „Techniken des Interviews“ (Hörfunk) und das „Zeitungsprojekt“), im Rahmen derer die Dozent*innen ihr Bestes geben, mit kreativen Ideen aus der Not eine Tugend zu machen, ist hier wirklich bemerkenswert. – Auch das gehört in gewisser Weise zum journalistischen Arbeitsalltag. Außerdem ist geplant, eine weitere Sondererlaubnis für die Veranstaltung „Sprechen und moderieren“ einzuholen, da hier insbesondere Körpersprache und das Spiel mit der Kamera eine große Rolle spielen.

Es bleibt dennoch zu hoffen, dass der Frühling wieder bunter wird, dass das Leben irgendwann nicht mehr auf Pause gedrückt, sondern in aller Lebendigkeit eingefangen werden kann, in Deutschland, in Frankreich und überall.

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